Insight Nature -Naturfotografie von Stephan Brückner
Insight Nature -Naturfotografie von Stephan Brückner
Insight Nature - Naturfotografie von Stephan Brückner
Insight Nature - Naturfotografie von Stephan Brückner

Wale vor den Azoren

Im April 2017 verbrachte ich eine Woche auf Pico, einer der südwestlichen Azoreninseln. An zwei Tagen begleitete ich die Walbeobachter von Espaco Talassa hinaus auf den Ozean, um Wale auf ihrer jährlichen Wanderung in den Nordatlantik zu erleben und zu fotografieren. Diese Bilder können nur zum Teil das überwältigende Gefühl widergeben, die größten Lebewesen unseres Planten aus nächster Nähe zu beobachten und sich von ihren majestätischen Bewegungen ergreifen zu lassen.

 

Whales off the Azores


In April 2017 I spent one week on Pico Island in the southwest of the Azores. On two days I

joined the whale watcher of Espaco Talassa and went out on the ocean to watch the different whale species an their annual migration to the North Atlantic. These pictures can reproduce the overwhelming emotions only partially while watching the largest creatures of our planet and their majestic moving very closely.

Blauwal - eine kurze Begegnung                  

Ausgewachsene Blauwale werden mehr als 30 Meter lang und sind damit die größten Lebewesen überhaupt. Als Bartenwale ernähren sie sich hauptsächlich von Krill. Auf ihrem Zug durch die Ozeane folgen sie den Krillschwärmen und erreichen im Frühjahr auch die Azoren. Der Blauwal zeigt nie seinen Kopf oder seine Fluke. An seinem Rücken können wir aber seine schöne Zeichnung erkennen, die unter Wasser blau schimmert und ihm seinen Namen gab. Es war eine kurze, beeindruckende Begegnung.

 

Blue Whales - a short encounter 

            
Mature Blue Whales are grown up to more than 30 meters and hence are the largest animals ever to
have lived on earth. Belonging to the baleen whales (Mysticeti) they follow the krill swarms and arrive the Azores during spring time. The Blue Whale shows never his head or tail fluke. The  gray coloured marking at his back under water shimmers blue and was the reason for his naming. It was a short but very impressive encounter.

Finnwale ziehen vorbei

Die Finnwale werden bis zu 26 Meter lang.  Ihr schlanker, stromlinienförmiger Körper ist perfekt an das Leben im Wasser angepasst und ermöglicht ihnen schnelles Schwimmen. Trotz ihrer Größe sind ihre Bewegungen unglaublich elegant. Auch der Finnwal folgt im Frühjahr den Krillschwärmen nach Norden. Oft trifft man den Einzelgänger in kleinen Gruppen, auch mit anderen Walen oder Delfinen, an. Sein Rücken ist silbergrau, die Unterseite weiß gefärbt. Der rechte Unterkiefer ist weiß, der linke dagegen dunkelgrau. Warum? Niemand weiß es.

 

Fin Whales pass by


Fin Whales will be up to 26 meters. Their slim, streamlined body is perfectly adopted to a

life in the sea and enables fast swimming. Their motion is incredibly elegant. In spring  the

Fin Whales too are following the krill swarms to the North. Often the loner travels jointly in

small groups with other whales or dolphins. His back appaers silver grey, the bottom is white coloured. Remarkable is the different colour of right an left lower jaw: the right one is

white and the left is grey. Why? Nobody knows.

Pottwale leben jetzt ungestört

Pottwale wurden bis vor 30 Jahren noch auf den Azoren gejagt. Ihr Öl war eine wichtige Einnahmequelle der Menschen hier. Zum Glück hat technische Entwicklung das Walöl inzwischen überflüssig gemacht. Heute leben die Pottwale unbehelligt in kleinen Herden. Als Zahnwale ernähren sie sich hauptsächlich von Kalmaren (Kopffüßer), welche z.T. ihre eigene Körpergröße von 17 Metern erreichen. Dafür tauchen sie bis zu 1.500 Meter tief  und können bis zu 45 min unter Wasser bleiben. Um sich mit Sauerstoff vollzupumpen, bleiben sie zum Atmen lange an der Oberfläche. Das wurde ihnen früher zum Verhängnis. Pottwale werden bis zu 40 Jahre alt. Die ältesten von Ihnen haben den Walfang noch erlebt und geben dieses Wissen an jüngere Artgenossen weiter. Wohl auch deshalb verhielten sie sich eher scheu zu uns.

 

Sperm Whales now live untroubled


Until 30 years ago Sperm Whales still were hunted around the Azores. Their oil was one

important income of the Azorean people. Fortunately, technical development made refining the whale oil more and more needless. Today the Sperm Whales live untroubled in small groups around the archipelago. As toothed whales (Odontoceti) Sperm Whales mainly feed squids that can reach their own body lengh of 17 meters. Hunting the squids they dive up to 1.500 meters deep and can remain up to 45 min. under water. In order to fill up their body with oxygen they stay several minutes at the water surface to breathe. In the past this behaviour was their doom. Sperm Whales live for up to 40 years. The oldest individuals of them have yet experienced the whale hunting and share this knowledge with younger conspecifics. Probably because of that they remain cautious to us.

Aufregende Buckelwale

Am aufregendsten war es, die Buckelwale zu beobachten. Ihren Namen haben sie aufgrund der vielen Hautbuckel, welche als Rudimente des Fellkleides ihrer prähistorischen Vorfahren an Land übrig geblieben sind. Sie werden bis zu 15 Meter lang. Auffällig sind ihre langen Seitenflossen, welche ca. ein Drittel der Körperlänge ausmachen, und ihre wunderschöne schwarz-weiße Färbung. Wir beobachteten diese agilen Tiere sehr lange beim Tauchen, Springen und Schlagen mit der Fluke. Auch das Schlagen mit der Fluke kann bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Aber uns hat es sehr gefallen.

 

Exciting Humpback Whales


It was most exciting watching the Humpback Whales. They were named due to many humpbacks at their skin that are rudiments of the fur of their prehistoric antecedents. They grow up to 15 meters. Especially the very long pectoral flipper are conspicuous for them that amount one third of the body lenght, but also their beautiful black-white colour. We experienced these agile animals for a long period and watched them during fluking, tail-slapping and breaching. Especially the tail slapping is also one behaviour of the whales that still can`t be explained. But we liked it very much.

Weitere Begegnungen auf dem Meer  

Neben den Walen begegneten uns eine Reihe weiterer Meeresbewohner. Die Portugisische Galeere ist einer der giftigsten Organismen überhaupt. Mit ihren bis zu 50 Meter langen Nesselhaaren fängt sie kleine Fische. Genau genommen ist die Portugisische Galeere eine Symbiose aus neun verschiedenen Polypenarten. Die Karettschildkröte wiederum ernährt sich von der Portugisichen Galeere. Das Nesselgift kann ihr aufgrund körpereigener Enzyme nichts anhaben. Neben dem Gemeinen Delfin begegneten uns auch Rundkopfdelfine. Wie die Buckelwale fangen sie Kalmare. Ihre Haut ist von vielen Narben überzogen, welche sie sich bei Kämpfen mit den Kopffüßern oder auch untereinander hinzuziehen.

 

 Further encounters at the sea

 

Beside the whales we encountered a range of other sea creatures. The Portuguese man o' war is one of the most toxical creatures. It catches small fishes using its up to 50 meters long nettle hairs. Stricktly speaking the Portuguese man o' war is a symbiosis of nine different adenoid species. The hawksbill sea turtle feeds on the Portuguese man o' war. Due to endogenous enzymes the nettle poison can not harm the turtle. Beside the Common Dolphin we also encountered the Risso`s Dolphin. Like the Sperm Whales they feed on squids. They have a strong scared skin that results from heavy fights with the Squids but also among themselves. 

Danke an Espaco Talassa!

Espaco Talassa wurde 1991 von Serge Viallelle gegründet. Nachdem er sich schon länger wissenschaftlich mit Walen und Delfinen vor den Azoren beschäftigt hatte, wollte er die Begenung mit diesen Tieren auch vielen anderen Menschen ermöglichen. Dabei war es ihm wichtig, viele der ehemaligen Walfänger weiter zu beschäftigen.

Danke an die Freunde von Espaco Talassa! Euer großes Wissen und eure einfühlsame Art, mit den Tieren umzugehen, sie und ihren Lebensraum zu respektieren, haben mich sehr beeindruckt. Ihr macht einen guten Job!

https://www.espacotalassa.com/

 

Thanks to Espaco Talassa!


Espaco Talassa was found in 1991 by Serge Viallelle. After he did scientific work about Whales and Dolphins off the Azores already for some years he wanted make the encounter with these animals possible to many other people. It was important to him to integrate many of the former whalers into his work. Thanks a lot to the friends of Espaco Talassa! Your extensive knowledge and your sensitive manner to tackel with these creatures, to respect them and their habitat were deeply impressive to me. You are doing a very good job!
https://www.espacotalassa.com/

Den Moment erfahren

Insight Nature möchte mehr, als nur Bilder unserer natürlichen Umwelt zeigen, sondern eine tiefere Einsicht, ein Einfühlen, Erleben (insight) für die  spannende, vielfältige und malerische Welt der Naturfotografie ermöglichen. In dieser Online-Präsentation zeige ich eine kleine Auswahl der Motive und Sujets, denen ich mich immer wieder neu versuche anzunähern, um deren Charakter im Bild festzuhalten. Lassen Sie sich entführen und von Farben, Lichtstimmungen und Motiven begeistern. Viel Freude wünscht

Stephan Brückner.

 

Experience the moment

Insight Nature would like to show more than pictures of our natural environment but rather a

deep experience, a kind of empathy or insight into an exiting, manifold and pituresque world of

nature photography. In this online presentation you will find a small collection of subjects and sujets that I try to grasp more and more in order to picture their true characters. Let you take with me and inspire by colours, light moods and subjects.
Enjoy this site!
Yours Stephan

 

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